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30. November 09

Kommentare

Mario

Herr Doctorow hat sehr wohl über Ursache und Wirkung geschrieben. Und er hat beides in den richtigen Kontext gerückt: Wenn Terroristen es schaffen, aus einem freiheitlichen, offenen Land einen hysterischen Polizeistaat zu machen, dann haben die Terroristern gewonnen.

Dietmar Nass

Mario, danke fuer den Hinweis: "*Herr* Doctorow". :-) Habe es verbessert.
Zum Thema: Mit Verlaub, "hysterischer Polizeistaat" ist in diesem Kontext aus meiner Sicht doch etwas uebers Ziel hinaus geschossen. Als was sind dann erst China, Nord Korea, Libyen oder Kuba zu bezeichnen?
Ein Indiz: Im Zuge der Proteste gegen die daenischen Mohammed-Karikaturen wurden in London Aufmaersche von der Polizei geschuetzt, auf denen Plakate mitgefuehrt wurden mit Losungen wie "Behead those who insult Islam". Ich glaube, in einem "hysterischen Polizeistaat" waere so etwas nicht moeglich...

Mario

"Als was sind dann erst China, Nord Korea, Libyen oder Kuba zu bezeichnen?"

Das sind allesamt keine Rechtsstaaten und das ist genau der Punkt: Nichts ist islamistischen Fanatikern mehr zuwider als der freiheitliche Rechtsstaat (mit Betonung auf freiheitlich und Recht). Wenn ebendieser sich also zunehmend zugunsten einer *vermeintlichen* Sicherheit von freiheitlichen und rechtlichen Grundprinzipien verabschiedet, haben die Fanatiker und somit auch die Terroristen *eines* ihrer Ziele erreicht.

Diese Genugtuung gönne ich ihnen nicht.

BTW: Wir hatten gerade ein Drehteam in London. Es ist dort absolut unmöglich auf öffentlichen Plätzen ein Interview zu Filmen, weil sofort schwarze Sheriffs einschreitet.

Es ist schon erstaunlich: In Afghanistan bekämpfen wir die mittelalterlichen Bilderstürmer, daheim werden wir zu welchen, weil wir uns gegen sie schützen wollen? Sorry, das passt nicht.

Ich bin Cory jedenfalls sehr dankbar, dass er auf die Gefahr hinweist, mit den besten Absichten zu dem zu werden, was man eigentlich hasst.

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Ich bin Cory jedenfalls sehr dankbar, dass er auf die Gefahr hinweist, mit den besten Absichten zu dem zu werden, was man eigentlich hasst.

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