Das muss ich einfach in aller Ausfuehrlichkeit dokumentieren:
Den Laden scheint ein aelteres asiatisches Ehepaar zu fuehren. Der Eintritt kostet zwischen 2 und 5 pm 10$, danach 20$. Im Inneren faellt das Abgewrackte im ersten Moment nicht so auf, da es natuerlich ziemlich daemmerig ist. Aber nur im ersten Moment. Auch hier scheint Tesafilm das vorherrschende Dekorations- und Instandsetzungsmaterial zu sein. Ueberall ist der Putz abgeblaettert. Die im Eingang angekuendigten Peep Show Kabinen sind ausser Betrieb. Teppich und Sitze in einem angrenzenden Raum, in dem Pornofilme gezeigt werden, sind dermassen schmuddelig und angegammelt, dass man sich kaum zu setzen getraut.
Da ich fast der einzige Gast bin, stehe ich natuerlich sofort im Mittelpunkt der anwesenden Damen. Ueber deren Aussehen moechte ich mich nicht aeussern, das ist individuelle Geschmackssache. Eine natuerlich aeusserst leicht bekleidete junge Dame setzt sich neben mich in den schmuddeligen Sitz und beginnt Konversation zu machen. Sie ist zierlich, hat platinblond gefaerbte Haare und macht auf eine Mischung aus Unschuld und Vamp. Sie redet ueber den gerade laufenden Film, wie schoen doch das Model sei, und kommt dann von deren Haarfarbe auf ihre eigenen Haare zu sprechen. In wirklich kindlich wirkender Unschuld erzaehlt sie mehrere Minuten lang mit einer ebensolchen Stimme ueber ihre eigenen Haare, wie oft sie sie sich unterschiedlich faerbe und dass ihr bruenett im Endeffekt am besten gefalle. Ich bin wirklich geruehrt von ihrer naiven Art und sie tut mir leid, als ich sie schliesslich abwimmele.
Eine schokoladenbraune Schoenheit, die sich *Chocolate* nennt, frage ich, ob sie nicht einen besseren Arbeitsplatz verdient haette. Sie sagt, sie bliebe hier, da sie hier unabhaengig waere, ihr niemand hereinrede und dass sie immer dafuer sorge, dass geputzt werde und es sauber ist. Wenn ich sie richtig verstanden habe.
Die Preise fuer Lapdances variieren je nach Art ('topless' or 'full nude') und Anzahl. Die Scheinwerfer an der Buehne sind teilweise so geschickt angebracht, dass sie, wenn man auf der falschen Seite sitzt, total blenden und man vom Wesentlichen nichts erkennen kann.
Obwohl im Eingang ein Schild steht, dass es strikt verboten ist, die Damen zu beruehren oder nach Sex zu fragen, geht hier genau das Gegenteil ab, immer mit Blick hin zur Tuer, ob nicht ein Teil des Betreiberpaares hereinkommt. Ob ich das nur beobachtet habe oder aus eigener Erfahrung weiss, gebe ich hier natuerlich nicht preis.
[Musik aus den damals aeusserst populaeren Schulmaedchen Report Filmen der 70er Jahre]
