Der Besuch der Chimaeren sowie der Trinkhalle (schoene Einrichtung und guter Musikmix) zusammen mit einem guten Freund haben mich wieder etwas mit D. versoehnt.
Currently playing in the background: Amon Düül 2 - Henriette Krötenschwanz
Der Besuch der Chimaeren sowie der Trinkhalle (schoene Einrichtung und guter Musikmix) zusammen mit einem guten Freund haben mich wieder etwas mit D. versoehnt.
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Verfasst um 04:35 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Ich befinde mich spaet abends auf dem Hollywood Blvd. in Los Angeles unweit meines Motels. Die Atmosphaere ist hier anders als in San Francisco, rauher, *schmutziger*. Soeben habe ich in den falschen Bus genommen und bin in irgendeiner Seitenstrasse wieder ausgestiegen. Dort hatte ich schon das Gefuehl, wachsam sein zu muessen, wer sonst noch mit einem die Strasse teilt.
Ich liege uebrigens mehr auf dem Hollywood Blvd. als dass ich gehe. Nicht, dass ich sturzbetrunken bin; nein, ich habe gestern und heute keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Liegend habe ich einfach die beste Position, die hier ab und zu auftauchenden aeusserst fotogenen *kleinen Maenner* zu fotografieren.
Aus einem spaerlich erleuchteten Gebaeude dringt auf einmal droehnender Death Metal. Ein 'Open' Zeichen leuchtet, ich stehe auf und ich gehe hinein. Folgendes Szenerio empfaengt mich (empfindliche Gemueter Vorsicht: iPhone Qualitaet):
Soso. Tribute an GG Allin, der nackt auftrat, auf die Buehne kackte, sich mit seinen Faekalien einschmierte, masturbierte, sich selbst verletzte und das Publikum beschinpfte und seltsamerweise immer noch das Idol von eingen Zeitgenossen ist (*der einzig wahre Punkrocker*) und der uebrigens Hank Williams verehrte und einmal zu dessen Grab pilgerte, gepaart mit Death. Was hat es damit auf sich?
Ich bin im 'Museum Of Death' gelandet. Der Mensch an der Kasse ist total nett, lacht viel und wir kommen sofort miteinander ins Gespraech. Er heisst James Dean (ja wirklich, er zeigt mir sogar seine Driver's License) und wir unterhalten uns ueber die Kreuzung mitten im Nirgendwo, an der das Idol sich zu Tode gefahren hat. Wir beide sind schon einmal zufaellig an diesem Ort in Kalifornien vorbei gekommen.
Das Museum ist fuer mich wirklich harter Tobak:
Recently reopened at it's NEW location the Museum of Death houses the worlds largest collection of Serial Murderer Artwork, Photos of the Charles Manson Crime Scenes, the Guillotined Severed Head of the Blue Beard of Paris, Henri Landru, Original Crime Scene and Morgue Photos from the Grisly BLACK DAHLIA MURDERS, a Body Bag and Coffin collection, replicas of Full Size Execution Devices, Mortician and Autopsy Instruments, Pet Death Taxidermy, and much much more!
Also on display are videos of autopsies and serial killers, the Heaven's Gate Cult recruiting video, and the infamous Traces (not faces) of Death video, all real (not re-enacted) Death footage.Massenweise Fotos von zerstueckelten und verbrannten Unfall- und Mordopfern, Serial Killer Memorabilia, eine kleine Abteilung ueber Hitler und die SS mit einem T-Shirt *Hitler World Tour 1939 - 1945 (Russia and England cancelled)*. Charles Manson darf natuerlich auch nicht fehlen. In einem Raum mit Waenden voller Bilder von zerstueckelten Leichen laeuft ein Video eines 1975 produzierten Films mit vielen Originalaufnahmen aus Manson's *Family* sowie Interviews ehemaliger Familienmitglieder sowie Zellengenossen Manson's. Ganz interessant. In einem anderen Raum wird auf einer Grossleinwand *Faces Of Death* gezeigt. Das kann ich mir nun wirklich nicht lange anschauen und moechte es auch nicht beschreiben.
Eine Tinktur zur Einbalsamierung wird u.a. mit den Worten angepriesen: ...the result is as exquisit as Dresden. James Dean klaert mich hinterher auf, dass es einen Hersteller von Porzellanpuppen gab oder gibt, der *Dresden* heisst und mit deren Transparenz und Zartheit die Wirkung dieser Einbalsamierungssalbe verglichen wird.
Eine kleine Abteilung ist *Rozz Williams* gewidmet, dem Mitbegruender und Saenger von *Christian Death*, einer meiner ehemaligen Leib- und Magen Bands, den ich in Duesseldorf live erleben durfte. Konsequenterweise zu seinen todessehnsuechtigen Texten und Performances erhaengte er sich irgendwann und das Museum zeigt ein Bild der Tuer des Raumes, in dem es passierte.
Es kommen natuerlich auch alle moeglichen Suicid Kulte und -Sekten vor wie z.B. Jim Jones und es werden Rekrutierungsvideos dieser Organisationen gezeigt.
(A propos Sekte. In diesem Zusammenhang faellt mir ein, dass die Scientologen hier auf dem Hollywood Blvd. wohl ihr Hauptquartier haben. Mehrere Riesengebaeude mit ueberdimensionaler Werbung sind nicht zu uebersehen und auch die zum Menschenfang benutzten sog. Stresstests werden auf dem Buergersteig angeboten. Widerlich!)
Am Ausgang unterhalte ich mich noch einige Zeit mit James Dean sowie seiner Frau Cathy, den Initiatoren und Besitzern des Museums. Beide trinken Flaschenbier (er Heineken, sie Guiness), sind wirklich gut drauf, lebenslustig und lachen viel. Sie haben zu Halloween geheiratet, als sie sich gerade eine Woche kannten und sind jetzt seit 26 Jahren verheiratet (und immer noch gluecklich, wie es fuer mich den Anschein hat).
Vor etlichen Jahren haben sie gemeinsam Deutschland bereist. Auf James Dean scheinen die Kartoffelpuffer auf der Plattform vor dem Haupteingang des Koelner Hauptbahnhofs den groessten Eindruck gemacht zu haben. Je laenger wir uns unterhalten und je mehr sie merken, dass ich nicht unbedingt ein typischer Deutscher bin, ruecken sie langsam mit ihren wahren Eindruecken ueber Deutschland heraus. Es habe genervt, dass die Deutschen mit ihnen permanent ueber Politik diskutieren wollten (es war zur Zeit der Reagan Aera) und sie meinen, die meisten Deutschen haetten ein ziemlich einseitiges und engstirniges Weltbild. Sie seien nicht unbedingt dumm, jedoch sie wollten einfach nicht nach rechts und links schauen. ich stimme ihnen voll zu. jetzt dreht sich das Gespraech doch ganz zwanglos um Politik. James Dean meint, er halte zwar grundsaetzlich nicht viel von Politikern, gehe jedoch waehlen und waehle *natuerlich* demokratisch. Als ich erwaehne, dass bei der letzten Wahl *John McCain* mein Favorit gewesen sei, meint er, ja, McCain sei zwar ein Republikaner, jedoch ein *guter Mann*.
(Das habe ich uebrigens hier schon oft erlebt, dass eingefleischte Demokraten, Freaks o.ae. Menschen McCain ok finden, da sie sehr wohl differenzieren und seine liberalen Ansichten in sozialen und religioesen Fragen zur Kenntnis nehmen. Ganz im Gegensatz zu den Deutschen, die Obama den Heiligenschein aufsetzen und McCain als Nachfolger des Satans Bush verteufeln, ohne auch nur ein klitzekleines Quentchen von McCains programmatischen Inhalten zu kennen. Den Heiligenschein wird Obama in Deutschland auch nicht wieder los, da koennen in den USA seine Umfragewerte noch so in den Keller gehen und er kann aussenpolitisch noch so viele Fehler machen. Dazu passt wie die Faust aufs Auge, dass er den Friedensnobelpreis fuer *Geschwafel* ohne eine einzige vorzeigbare Leistung oder einen Erfolg bekommen hat.)
Unter normalen Umstaenden haette ich mir ein Museum of Death nicht angeschaut. Jedoch die Kombination von ploetzlich erschallendem Death Metal, waehrend man *kleine Maenner* fotografierend auf dem Boden liegt, einer Begruessung durch 2 ganz liebe Hunde sowie einem netten, offenen, lebenslustigen Inhaberpaerchen machte das Ganze zu einem schoenen Erlebnis.
James Dean und Cathy sind keine morbiden, todessehnsuechtigen Zeitgenossen, sondern haben einfach Spass daran, die Menschen zu schocken und zu provozieren. Da hatte ich bei der *Koerperwelten* Ausstellung damals in Koeln ein ganz anderes Gefuehl. Mir war die ganze Zeit unbehaglich und ich habe die Ausstellung zusammen mit meiner Begleiterin schnell wieder verlassen, der es genau so erging. Der Herr vom Hagen macht auf mich auch eher einen suspekten Eindruck. Er hat wirklich etwas unsympathisch Morbides.
Currently playing in the background: Rozz Williams - Dream A Little Dream Of Me
Verfasst um 06:58 Uhr in Kultur, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 08:42 Uhr in Kultur, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Solche genialen Aufnahmen wie von diesem phantastischen Strassenmusiker kommen beim rumlungern heraus!
Gefunden auf der Homepage vom dicken Herrn Nack.
Verfasst um 20:03 Uhr in Kultur, Musik, Weblogs | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 20:46 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 02:28 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
l.e.t. im damenundherren bei Nacht der Museen in Düsseldorf:
Currently playing in the background: Acid Mothers Temple - The Seven Stigmata From Pussycat Nebula
Verfasst um 01:38 Uhr in Foto-Art, Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
An der Aufführung sind einerseits ganz 'normale' Schauspieler und Musiker beteiligt, dann roboterähnliche Gestalten, die ferngesteuert mit dem restlichen Ensemble interagieren sowie sog. Morphogenetics. Diese morphogenetischen Akteure sind Schauspieler, die durch bewusst und gezielt gesteuerte Veränderungen ihrer körpereigenen Molekularstruktur neue, surreal anmutende Körperformen erschaffen, die mit in das Geschehen integriert werden.
Nach der Aufführung kommen Besucher und Betreiber des Theaters miteinander ins Gespräch. Einer der Betreiber, ein freundlicher, etwas rundlicher Herr mittleren Alters, stellt sich als Rhob Slein vor, Rhob - with an 'H' between the 'R' and 'O' - that's important, wie er lachend erklärt. Diese Schreibweise sei eine Reminiszenz an den - leider schon verstorbenen - Künstler Jhon Balance, dessen Arbeiten und Musik er sehr bewundere.
Dann erzaehlt er etwas zum Hintergrund der morphogenetischen Akteure.
Basis der morphogenetischen Veränderungen, die die Schauspieler in ihrem Aussehen hervorrufen, ist eine vollkommene Kontrolle über die eigene Molekülstruktur. Diese kann nach Belieben aufgelöst und wieder zusammengesetzt werden. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Erkenntnis, dass der Geist der Chef ist (O-Ton: The Spirit is the Boss) und Materie an sich nicht unabhängig vom Geist existiert. Die von uns genutzten Faehigkeiten des Geistes sind jedem Lebewesen immanent. Unbewusst passiert etwas ähnliches auch bei Menschen mit einer Multiplen Persönlichkeitsstörung. Je nachdem, welche der Persönlichkeiten gerade in den Vordergrund tritt, können sich so grundsätzliche Dinge wie die Blutgruppe oder diagnostizierte Krankheitsbilder ändern. Auch Gesichtszüge und Körperformen gleichen sich durch eine Veränderung der Muskel- und/oder Knochenstruktur der gerade in den Vordergrund tretenden Persoenlichkeit an. Auch bei Medien, die in Trance verfallen und als Sprachrohr für bestimmte Energien dienen, kann derartiges beobachtet werden.
Wir arbeiten gezielt und bewusst mit diesen Ebenen und integrieren sie in unsere Performance. Da derartige Dinge nicht für jeden verständlich oder akzeptierbar sind, finden auch nur bestimmte Menschen den Weg zu uns. Für die meisten sieht unsere Adresse aus wie eine x-beliebige Drogerie oder Reparaturwerkstatt oder sie nehmen den Eingang einfach nicht wahr. Wir haben z.B. einige direkte Nachbarn, die noch nie mit uns kommuniziert haben. Sie nehmen auch uns als Personen auf der Strasse einfach nicht wahr. Andere Nachbarn wiederum sind Stammgäste unserer Aufführungen und wir trinken und grillen gemeinsam bei uns im Hof.
Bob, einer der Besucher meint, das könne auch unter zahlenmagischen Gesichtspunkten mit der Hausnummer der Spielstätte zusammenhängen. Ich finde das - freundlich ausgedrückt - etwas weit hergeholt.
Ein junger Mann mit Ziegenbart und langen Haaren wirft ein:
Ich wohne direkt dort drüben und komme eigentlich regelmässig. Manchmal ist mir der ganze Scheiss jedoch zu viel - vor allem die manchmal ellenlengen philosophischen Diskussionen im Anschluss an die Aufführungen - und ich haue mich lieber vor den Fernseher und ziehe mir ein Six Pack rein. Dann brauche ich nicht so viel nachzudenken.
Lachend fügt er hinzu: Manchmal kommt auch Rhob vorbei und leistet mir Gesellschaft und wir reden nur über Fussball oder Musik.
Rhob versucht, alle Besucher mit in das Gespräch einzubeziehen und lächelt einer jungen Frau, die sich aus unerfindlichen Gründen permanent etwas abseits hält, freundlich zu und erzaehlt weiter.
Wir könnten die gesamte Stadt mit Werbung zuplakatieren, in allen Internetforen und Veranstaltungshinweisen präsent sein - die meisten Menschen würden den Weg zu uns nicht finden. Sie würden sich z.B. verlaufen und dann genervt in eine Bar gehen. Oder kurzfristig eine Einladung von Freunden bekommen, die sie nicht abschlagen können.
Zwischendurch kommt Rhobs Partnerin hinzu und stellt sich als Nirmana Kaya vor. Ihre 6-jährige Tochter Notna spielt derweil mit einem Zauberwürfel (Rubik's Cube).
Nirmana schlägt den Bogen zur Quantenphysik.
Viele Physiker missverstehen die verschiedenen 'Realitäten', die unser Geist erschafft. Sie erarbeiten sich Hilfskonstruktionen wie Parallelwelten oder die Stringtheorie, um ja nicht ihr Konzept der an sich existierenden Materie aufgeben zu müssen. Ich sage immer, sie sind dem Dogma der Materie verfallen. Ihre konservative, eingeschränkte Sichtweise hindert sie daran, wirklich neue Wege zu gehen und neue Erkenntnisse verbreiten zu können. Vor diesem Hintergrund werden sie nie den wirklichen Ursprung der Dinge und damit unseres Seins erkennen. Das Festhalten an der Materie an sich ist einem Dogma oder einer Religion oder irgend einer Heilslehre, bei der es in letzter Konsequenz um Glauben geht, nicht unähnlich. Ok, sie haben ja auch prominente Gesellschaft, wie z.B. Albert Einstein, der bahnbrechende, wissenschaftliche Erkenntnisse hervorbrachte, jedoch diese seinem traditionellen Weltbild unterordnete (*Gott würfelt nicht*, *Es muss noch eine verborgene Variable geben*). Quantenphysiker wie Niels Bohr (Kein Phänomen ist ein Phänomen, ausser es ist ein beobachtetes Phänomen) oder Anton Zeilinger gingen bzw. gehen darüber hinaus. Gerade diese beiden Herren haben es mir angetan. (schmunzelt). Natürlich auf rein intellektueller Ebene, obwohl - Intelligenz kann schon sexy sein.
Ich persönlich diskutiere auch am liebsten mit skeptischen Wissenschaftlern. Hoch entwickelte spirituelle Menschen stehen den neusten Erkenntnissen der Quantenphysik sowieso offen und neugierig gegenüber und sind auch bereit, ihre eigenen Sichtweisen in Frage zu stellen. Z.B. hat der Dalai Lama einmal sinngemäss gesagt, sollte es wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse geben, die einem buddhistischen Lehrsatz widersprächen, sollte man der Wissenschaft folgen. Diese geistige Flexibilität und Offenheit wünsche ich mir auch bei Wissenschaftlern und speziell Quantenphysikern.
Zu fortgeschrittener Stunde verlasse ich das Theater - nicht ohne mich herzlich von Rhob, Nirmana und Notna zu verschieden - und suche noch etwas Essbares. Direkt um die Ecke stosse ich auf eine Lokalität, die ich schon einige Tage zuvor entdeckt hatte und in der u.a. Motorräder von der Decke hängen. Leider ist die Küche schon wieder dicht. An der Theke treffe ich jedoch Bob und Lena, zwei Besucher des Theaters wieder und wir unterhalten uns noch bis spät in die Nacht. Interessant finde ich, dass Bob Stein und Bein schwört, Rhob habe zu seinem Vornamen erklärt, das 'H' habe er eingesetzt, weil es der 8. Buchstabe des Alphabets und drittletzter seines Vornamens sei. 8 + 3 = 11 und 11 sei in der Zahlenmagie die erste der Meisterzahlen. Lena meint u.a., es sei ja ganz interessant gewesen, jedoch die Arroganz der Schauspieler im anschliessenden Gespräch habe sie schon gestört. Vor allem dieser fette, joviale Herr, der immer meinte, das grosse Wort schwingen zu müssen, habe sie ständig ausgelacht.
Verfasst um 04:30 Uhr in Kultur, Reisen, Wissenschaft | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Ich bin abends im SOMA District, direkt unterhalb des Finanz- und Kongresscenters in San Francisco unterwegs. Eigentlich möchte ich ins Harlot, einen guten Wein trinken. In der Minna Street stehen, direkt neben Hochhäusern, noch viele alte Gebäude. In einem der Gebäude, in einem grossen Raum, ist der Bär los. Ein DJ legt Musik auf und an verschiedenen Tischen herrscht ein reges Treiben. Das interessiert mich natürlich. Ich gehe hinein und bin bei einem der Sketch Tuesdays gelandet, die regelmässig von und in der 111 Minna Gallery veranstaltet werden.
An einer langen Reihe von Tischen sitzen die Künstler und malen, zeichnen, drucken oder was sonst noch alles. Überall an den Wänden hängen gerade fertig gestellte grössere und kleinere Objekte, um die sich eine buntgemischte Menschentraube bildet. Der DJ heizt die Stimmung an und die Atmosphäre ist eine Mischung aus Party und Kreativität. Ich bestelle einen Wein und schaue den Künstlern bei der Arbeit zu. Ist ein Werk fertiggestellt, wird es ganz zwanglos an die Wand gepinnt und mit einem Preis versehen, der zumeist zwischen 10 und 50 $ liegt. Wer möchte, kann das Werk sofort kaufen. Mir haben es besonders die Werke von Annie Galvin angetan und ich erstehe drei kleinere Bärencollagen für zusammen 50 $.
So eine Aktion wäre doch auch einmal etwas für Düsseldorf...
In einem etwas abgetrennten Bereich hängen schon die Bilder von Ted Lincoln, dessen Ausstellung am kommenden Donnerstag eröffnet wird und die mir ausgesprochen gut gefallen.
Through the influence of both eastern and western
cultures, philosophies, and practices, Ted creates paintings that
explore the transitory nature of landscape. Drawing from his background
and experience in eastern culture he uses industrial materials such as
steel, aluminum, acids, and automotive enamel to create landscapes that
simultaneously feel strong and illusive. The
austere nature of his materials are softened and rendered into
contemplative spaces. Using sumi ink and rice paper each piece is begun
employing a chance driven process based on a traditional style of
Chinese landscape painting. The monk Wong Mo pioneered this method (the
Pomo method) during the T’iang dynasty (618- 906 AD). To this
foundation he adds various combinations of painting methods that
include, but are not limited to, the use of acrylic paint, epoxy glazes
and automotive paint to create a hybrid of Eastern and Western
techniques. With the addition of other elements such as the bar codes,
binary codes and geometric shapes, the modern is persuaded to co-exist
with the ancient. The combination of the abstract organic spaces
created by the ink, and the more formal modern elements, helps coerce a
visual dialogue between nature and its filtration through technology.
In doing so, Ted dissects ideas of censorship, diversion, and
manipulation, which are themes that he continues to explore.This work
manifested after an intensive study of landscape painting in China in
2000.
Jetzt habe ich Hunger und entdecke direkt neben der 111 Minna Gallery ein Restaurant - aber was für eins. Die gesamte Räumlichkeit ist mit alten Sachen dekoriert, u.a. mit ca. 40 originalen, alten Motorrädern ab Baujahr 1910, die auch zum Verkauf stehen. Im Hintergrund läuft schöne, alte Musik der 20er Jahre. Die Küche hat leider schon geschlossen, jedoch wg. der Atmosphäre und der Musik bleibe ich noch auf 2 Baileys.
Bevor ich mir dann ein Taxi zum Hotel nehme, entdecke ich direkt um die Ecke auf dem Vorplatz irgend eines Finanzcenters noch diese seltsamen Gestalten:
Currently playing in the background: Nurse With Wound - Rock'n Roll Station
Verfasst um 09:04 Uhr in Kultur, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Warum fühle ich mich in der Welt der Brothers Quay so viel wohler als in der Welt der Bushaltestellen, Meetings, Thermoskannen, Mixer, Fanartikel und Vernunftbegabten?
Reise in die Welt der Brothers Quay: hier und hier
Currently playing in the background: Barbez! - As For The Little Gray Rabbit
Verfasst um 23:45 Uhr in Kultur, Musik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
... und noch einiges Interessante mehr sind Projekte des Schweizer Künstlers Guillaume REYMOND und seiner NOTsoNOISY Kreativ Agentur.
Danke an MiniSpace
Currently playing in the background: Twink - Knick Knack
Verfasst um 22:29 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
picture taken from the beautiful Geaphiles
picture taken from the beautiful exhibition of digigraphes of David Lynch - the most ingenious filmmaker of all times (from my point of view) visited the opening personally, only about 100 yards away from my current domicile - everybody could talk with him - and I couldn't be there, because I was in holidays in America, where he lives...
but the exhibition was great - it made a similar deep expression to me like his films...
Currently playing in the background: Chocolate Watch Band - I'm not like everybody else
Verfasst um 22:28 Uhr in Comics, Foto-Art, Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
![]()
(Early, psychedelic) Pink Floyd, Current 93, International Harvester und Gary Glitter together on one Mixtape...that's what I like...ingenious...
...and besides her ingenious taste of music...beautiful Gea makes beautiful arts:
all pictures taken from her wonderful Website
Currently playing in the background: Gary Glitter - Do You Wanna Touch Me
Verfasst um 21:33 Uhr in Comics, Kultur, Musik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Where we're from the birds sing a pretty song and there's always music in the air.
Little people are closer to the center of things.
Cited from Jenny Mc Phee, The Center Of Things
Verfasst um 23:38 Uhr in Film, Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Cited from Jenny Mc Phee, The Center Of Things
Verfasst um 14:09 Uhr in Film, Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 14:03 Uhr in Film, Kultur, Musik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Well then,..., doesn't the Copenhagen interpretation place us more to the center of things than ever before? Doesn't it mean that with each scientific revolution - Copernicus, Galileo, Newton, Darwin, Einstein, Hubble - it was actually an illusion that humankind was moving away from the center of things and toward some sort of objective reality where we were just a tiny speck in the grand plan? It appears that the more we discover about the physical world, the more it becomes clear that we are actually moving more absolutely toward the center of things in an observer-independent universe where our observations make the real world.
Cited from Jenny Mc Phee, The Center Of Things
Currently playing in the background: Future Sound Of London - It's My Mind That Works
Verfasst um 22:35 Uhr in Film, Kultur, Musik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
A local explanation is one that assumes that things seemingly separate in space and time are really separate,...It assumes, for example, that time and space are independent of our nervous systems, our consciousness. According to Bell's theorem, in quantum mechanics that assumption is simply not valid. The whole idea of separation is questionable.
Cited from Jenny Mc Phee, The Center Of Things
Currently playing in the background: Future Sound Of London - Eyes Pop_Skin Explodes_Everything Dead
Verfasst um 22:07 Uhr in Kultur, Musik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Gerade eben habe ich gelesen, dass der Guerilla-Journalist (so bezeichnete er sich selbst) Studs Terkel Ende Oktober im Alter von 96 Jahren gestorben ist. Ich habe zuvor nur ein einziges Mal von ihm gehört. Das jedoch hat einen tiefen Eindruck in mir hinterlassen. Es war auf einer Autofahrt durch Kalifornien vor genau einem Jahr, als ich in einem Radiosender eine mehrstündige Sendung mit Studs Terkel gehört habe, in der er interessante Geschichten aus seinem Leben, beginnend mit der Depression und Prohibition im Chicago der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts über seine Freundschaft mit Hemingway bis hin zu Themen wie 'Paris Hilton' erzählte.
(...)
Seit 1952 moderierte er daraufhin bei einem Chicagoer Radiosender The Studs Terkel Program
und führte diese Sendung wochentäglich bis 1997 fort. Zu seinen
Gesprächspartnern zählten prominente wie auch unbekannte Personen
unterschiedlichster Herkunft. Er gilt als „der Mann, der Amerika
interviewte“. Eine Reihe seiner Bücher basiert vor allem auf mündlichen
Nacherzählungen seiner umfassenden Gespräche und Interviews mit
Zeitzeugen und Amerikanern jedweder Abstammung oder sozialer Herkunft.
Entertainern, Künstlern und Politikern schenkte er weniger Platz in
seinen Büchern: Terkel gilt daher als Chronist, der das Leben der
„einfachen“ Menschen im Amerika des 20. Jahrhunderts dokumentierte, die
meist nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.
(...)
aus Wikipedia
Currently playing in the background: Charlie Haiden and Path Metheney - Tears Of Rain
Verfasst um 23:21 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
