I am a Cyborg, but that's ok!
Deutsche Weihnachtslieder und Schweizer Alpenjodler auf koreanisch mit deutschen Untertiteln und
abgwandelten surrealen Texten, eine Grossmutter, die immerfort eingelegten
Rettich isst, einen entsprechenden, nicht gerade, angnehmen Duft verströmt und davon überzeugt ist, ihre
Mäuse seien die Geschwister ihrer Tochter, eine junge Frau, die sich von
elektrischer Ladung ernährt und in der Klinik, in der sie lebt, in erster
Linie nicht mit Menschen, sondern elektrischen Geräten kommuniziert und
überzeugt ist, ein Cyborg zu sein, ein junger Klinikgenosse
der jungen Frau, der ihr einen Konverter baut, der
warmen, dampfenden Reis in elektrische Energie umwandelt und ihr in den Körper einsetzt, weitere
Anstaltsinsassen, skurriler und abgedrehter wie in 'Einer flog über das Kuckucksnest'...
Das ist die Welt, die der koreanische Regisseur Park Chan-Wook in seinem Film 'I am a Cyborg, but that's ok!' - visuell und inhaltlich äusserst gekonnt - kreiert. Also, mit anderen Worten, ein Film genau nach meinem Geschmack. Gesehen als Preview in einem Kino mit Ambiente. Leider muss man für solche Kinos und Filme erst von Düsseldorf nach Köln fahren.
Offizielles Erscheinungsdatum des Films in Deutschland: 17. Januar 2008. Hingehen!
By the way: Die Schlusssequenz mit dem Regenbogen ist eindeutig nicht(!)
kitschig, wie fälschlicherweise in dieser total verkopften und dem Zauber des Films überhaupt nicht gerecht werdenden Rezension beschrieben.
Wenn man schon meint, den Film analysieren und interpretieren zu müssen, dann eher so:
Der Diskurs und sein Ort (die Klinik) dienen „I’m a Cyborg, but that’s ok“ vielmehr als Experimentierfeld für die Darstellung verschiedenster Wirklichkeitskonzepte.

Currently playing in the background: Mercury Rev - The Happy End (The Drunk Room)

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