Der Besuch der Chimaeren sowie der Trinkhalle (schoene Einrichtung und guter Musikmix) zusammen mit einem guten Freund haben mich wieder etwas mit D. versoehnt.
Currently playing in the background: Amon Düül 2 - Henriette Krötenschwanz
Der Besuch der Chimaeren sowie der Trinkhalle (schoene Einrichtung und guter Musikmix) zusammen mit einem guten Freund haben mich wieder etwas mit D. versoehnt.
Currently playing in the background: Amon Düül 2 - Henriette Krötenschwanz
Verfasst um 04:35 Uhr in Kultur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Gleich gehe ich zu den Chimaeren. Mal sehen, ob sie mich aufheitern koennen.
Currently playing in the background: Alice Cooper - The One That Got Away
Verfasst um 21:17 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 21:49 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Atlanta, GA, International Airport. Free WIFI (Germany, can you hear me...?).
Ich gehe als erstes, wie jedes Mal, wenn ich hier bin und auf meinen Anschlussflug warte, zu einem der Chinesen.
1 Item $4.99
2 Items $6.19
3 Items $6.99
Als Basis kann Reis oder Nudeln gewaehlt werden. Ich waehle *2 Items*, Reis, Hot and Spicy Chicken and Mango Chicken. Mmmmhh lecker. Und Riesenportionen.
Das waere uebrigens auch ein Vorbild fuer China Imbisse in D. Aus verschiedenen Gerichten auswaehlen zu koennen.
Dann ab zum naechsten Starbucks und einen *Soy Chai Tea Latte Venti* bestellen. Danach bin ich hier suechtig geworden. Zum Glueck gibt es den auch in D.
An den extra fuer Laptop User mit Stromanschluss ausgestatteten Plaetzen sitzt mir einer der vielen jungen Armeeangehoerigen in ihren typischen Uniformen gegenueber, die man hier ueberall auf Flughaefen sieht. Mir gefaellt das Erkennungszeichen seiner Einheit. Jede Einheit kreiert ihr eigenes Emblem, das sie stolz am Aermel traegt. Ich frage ihn, ob ich es fotografieren darf und wohin er fliegt. Sein Einsatzort ist dieses Mal Bagdad. Dann mache ich das, was mir schon lange ein Beduerfnis ist. Stellvertretend fuer alle anderen amerikanischen Frauen und Maenner, die in Afghanistan und Irak im Einsatz sind, danke ich ihm fuer das, was er im Dienst der Freiheit leistet und wie wichtig und nuetzlich sein Einsatz ist. Diesem Beduerfnis, meinen Dank auszudruecken, bin ich auch schon bei aelteren Amerikanern nachgegangen, die waehrend des 2. Weltkriegs in Deutschland kaempften und ursaechlich verantwortlich dafuer sind, dass ich in einem der reichsten und freiheitlichsten Staaten der Welt aufwachsen durfte.
Kurz darauf kommt ein freakig gekleidetes junges Maedchen vorbei und
meint zu mir: I like your hat. Das ist mir hier in den USA schon
unzaehilige Male passiert. In Metropolen und kleinen Wuestenkaeffern,
bei alten und jungen, freakig und *normal* gekleideten Menschen.
I like your hat.
I like your suit.
I like your outfit.
Die
treffendste Bemerkung in diesem Zusammenhang machte Robert, ein
kraeftiger, ueber und ueber taetowierter junger Mann mit
kahlgeschorenem Haupthaar, der in Sedona im Crystal Magic Store
arbeitet: With your outfit you can travel through time
and space and on other planets - it always fits.
Das erinnert mich
an meine Lieblingsserie *Dr. Who*, ueber die wir uns dann noch
unterhalten. Robert hat einige Jahre in einem Zen Kloster noerdlich
von San Francisco verbracht und erzaehlt von dem dort oft aufkommenden
Nebel in den Redwood Trees rund um seine Meditationsstaette, der den Ort zu einer *Maerchenwelt* machte.
Currently playing in the background: [entspannende Live Piano Music here in Airport Atlanta, GA]
Verfasst um 21:38 Uhr in Herzensangelegenheiten, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Das Folgende ist so peinlich, dass ich es eigentlich lieber nicht veroeffentlichen sollte.
Nach dem Last Supper und nur 1 Stunde Schlaf klappt das automatische Einchecken am Airport Phoenix heute morgen nicht. Am Schalter werde ich aufgeklaert, dass mein Ticket fuer den 12.11. gueltig ist. Und heute ist der 11.11.! Peinlich Peinlich!
Meinen Rental Car habe ich gerade abgegeben. Was tun?
Die Lady am Schalter hat Erbarmen mit mir und gibt mir einen Gutschein fuer ein von Delta gefeaturetes Hotel, bei dem ich eine Uebernachtung zu einem Sonderpreis bekomme. Also warte ich fast 1 Stunde auf den Free Shuttle zum Clarion Hotel, das ich unter normalen Umstaenden nie betreten wuerde (Business and Retired People). Eine schwarze Flughafenangestellte, die sich immer wieder um mich kuemmert, erkuerzt mir die Wartezeit. Im Rueckblick bedaure ich es, nicht versucht zu haben, fuer heute abend ein Date mit ihr auszumachen.
Im Hotel irgendwo im Nirgendwo am Rande von Phoenix fruehstuecke ich erst einmal, schlafe den ganzen Tag und nehme dann das Dinner zu mir, Nachos mit Guajacomole, Salsa sowie diversen anderen Beilagen. Ganz ok. Vom angebotenen Bier und Wein lasse ich nach dem gestrigen Abend lieber die Finger.
Anschliessend ist TV-Time auf meinem Zimmer. 2 Folgen von Ghost Whisperer, die ich hier entdeckt habe und mag. In Deutschland laeuft die Serie auf Kabel Eins, wie ich gerade ergoogelt habe. Dann ein CNN-Bericht ueber Jihad und Radical Islam, bezogen auf radikale Gruppen und Prediger in London und New York. Das erinnert mich an ein Radio Feature, das ich zwischen *Classic Rock* und *Mexican Mariachi* auf meinem Weg von California nach Arizona gehoert habe. Darin wurde ergebnisoffen sowie fundiert und differenziert die Frage diskutiert, an welcher Stelle in einer freiheitlichen Demokratie, in der das Grundrecht auf 'Free Speech' heilig ist, Grenzen in Bezug auf radikale Gruppen gezogen werden muessen, die gerade eben diese Freiheit missbrauchen und abschaffen wollen.
Danach ein Bericht incl. Interview ueber den aeusserst sympathischen William Kamkwamba aus Malawi.
Weiterhin erfahre ich, dass Sarah Palin's neues Buch Nr. 1 bei Amazon in der Rubrik Non Fiction ist und spekuliert wird, sie habe Ambitionen in Bezug auf die naechsten Praesidentschaftswahlen. Was ich nicht unterstuetzen wuerde (obwohl sie Republikanerin ist ;-)).
Dann bleibe ich beim Zappen bei einer abgdrehten Show haengen, die ich zuerst ueberhaupt nicht einordnen kann. In Form eines - in meinen Augen gut gemachten - Varietes werden andauernd Loblieder auf die amerikanische Nation, das Militaer sowie die im Ausland agierenden Truppen gesungen.
Schoen abgedreht. Meine iPhone - Dokumentation kann ich hier leider nicht einstellen, da die Aufnahme irgendwie seitenverkehrt ist und ich nicht herausgefunden habe, wie das zu korrigieren ist.
Beim Googeln stelle ich fest, dass es sich um eine Sendung des Trinity Broadcasting Networks handelt, 'Worlds Largest Christian Network'. Die Show ist wohl Bestandteil des Holy Land Experience.
Currently playing in the background: Andrews Sisters - Chattanooga Coo Choo
Verfasst um 09:33 Uhr in Borniertheit, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 08:18 Uhr in Essen und Trinken, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
...before flying back to f... Germany.
Motel:
Motel 6, Phoenix, AZ $33.99 incl. TAX and WIFI
Food:
*Whole Homestyle Chicken Hot* from *Safeways* $5.00 excl. TAX
Wine:
*BLACKSTONE Chardonnay Monterey Countey 2005* from Liqueur Store in Blythe, California $10.99 excl. TAX (reduced from $19.99)
*BLACKSTONE Sauvignon Blanc Monterey Countey 2008* from Liqueur Store in Blythe, California $10.99 excl. TAX (reduced from $19.99)
Entertainment:
TV: *Ice-T* tries to be *Shaft* - No Way! For free
Verfasst um 07:17 Uhr in Essen und Trinken, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Currently playing in the background: Buffalo Daughter - Chihuahua Punk
Verfasst um 00:01 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 23:56 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Magical Arizona! (Sorry, Dunyasha...;-))
Verfasst um 09:11 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Ich mag ja diese ueberall in den USA angebotenen fast nur aus Zucker bestehenden Softdrinks nicht. Sie sind fuer mich widerlich suess, da ich wegen meinem empfindlichen Magen so gut wie keinen Zucker zu mir nehme und normalerweise bei allen Nahrungsmitteln darauf achte, ob und wieviel Zucker enthalten ist. Jedoch bei dem in Deutschland kaum anzutreffenden Dr Pepper, das ein Jahr älter als Coca-Cola und dreizehn Jahre älter als Pepsi ist, mache ich eine Ausnahme. Der Geschmack ist ganz eigen und mit nichts anderem zu vergleichen. Am besten schmeckt Dr Pepper frisch aus der Maschine 'gezapft', z.B. so wie eben an der Tankstelle um die Ecke von meinem Motel. Eine Packung Cookies mit Chocolate Chips habe ich auch noch mitgenommen. Wenn schon Zucker, dann auch gleich die volle Droehnung. Beides war ganz schnell alle und jetzt ist mir nicht so ganz wohl im Magen. Muss wohl zur 'Neutralisierung' noch einen Weisswein nachlegen...
Currently playing in the background: Jimi Hendrix- Sweet Thing
Verfasst um 07:46 Uhr in Essen und Trinken, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Kluge Worte von einem, der dazugelernt hat.
(...)
Die Bundesrepublik hat sich so entwickelt, wie sie sich entwickeln
musste – ohne bestimmten Vorsatz. Wenn man schon wieder mit einer
programmatischen Vorstellung kommt, gerät man sofort wieder in eine
solche Entartungssituation. Es geht nicht darum, was richtig und was
falsch gemacht wurde. Woran will man das messen? Eine Gesellschaft
entwickelt sich von selbst, und sie macht dabei Fortschritte und
Fehler, das ist das Leben einer Gesellschaft. Wenn man ihr Vorschriften
machen wollte, wie sie zu existieren hat, würde das früher oder später
zum Scheitern führen.
(...)
Weil der Versuch, ein sozialistisches Gesellschaftskonstrukt zu
schaffen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Der Mensch ist
nicht in der Lage, seine Egoismen auszuschalten, und deshalb ist
Sozialismus immer ein falscher Versuch.
(...)
Frage: Aber die Linkspartei hat Zulauf.
Schabowski: Das stimmt und auch das ist ein
Ausdruck für die Unvollkommenheit der Menschheit. Schließlich wird
diese Partei ja sogar von denen gewählt, die eigentlich überzeugt sein
müssten, dass deren Vorstellungen keinen Zweck haben.
(...)
Solche sozialistischen Vorstellungen haben vielleicht die Funktion,
negative Erscheinungen einer Gesellschaft zu korrigieren, aber sie
werden letztlich nicht zu einer besseren Gesellschaft führen. Ich halte
den Kommunismus als Modell für gescheitert. Ob aber diese Illusion noch
einmal auflebt, kann man nicht voraussagen, jedoch man muss damit
rechnen. Die Menschheit wird immer wieder auch Dinge fertigen, die
nicht funktionieren.
Volle Zustimmung! Hervorhebung von mir.
Verfasst um 05:49 Uhr in Politik | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
That was my home the last 5 days. The Downtowner Inn, a nice little motel with character, run by a charming couple from India, on 5601 Hollywood Blvd. LA.
Closing Time:
Verfasst um 09:50 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 13:35 Uhr in Reisen, Surrealismus im Alltag | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Der erste Erkundungsgang auf dem Hollywood Blvd. in LA fuehrt Eric und mich in eine Seitenstrasse (North Highland Ave.) zum Dinner in Mel's Drive-In. Hier sieht es genau so aus wie in dem Laden, in dem John Travolta und Uma Thurman in Pulp Fiction dinieren und abtanzen. An jedem Tisch gibt es eine kleine Musikbox mit Hits der 50er Jahre (*Ich mag Musikboxen*). Wir werfen Coins ein (25 Cent pro Song), trinken Bier, essen Burger und fuehlen uns wohl.
Anschliessend entdecke ich auf derselben Strasse, jedoch auf der anderen Seite des Hollywood Blvd. das *Power House*. Das hoert sich interessant an und wir gehen hinein. Es ist eine kleine, langgezogene Bar mit einer langen Theke, einigen Tischen sowie zwei Dartscheiben. Das Publikum ist bunt gemischt, jedoch durchweg freakig (mir faellt im Moment kein besseres Wort ein). Einige Japanerinnen in sexy-avantgardistischem Outfit, ein junger Mann mit Rastalocken mit einem KMFDM-T-Shirt mit seiner kraeftig gebauten, chinesischen Freundin in einem kurzen, hautengen, schwarzen Kleid (sie sehen frisch verliebt aus), der auf meine Frage antwortet, ja, KMFDM spielen noch, ich habe sie gerade erst vor 3 Wochen hier in LA gesehen, ein Altfreak, wie er im Buche steht, der meint, das hier sei die einzige, uebriggebliebene authentische Bar in Hollywood, einige junge, zur Korpulenz neigende Mexikaner mit ihren ebenfalls sexy gekleideten Freundinnen, drei Dart spielende Lesben (interessant, wie die Rollenverteilungen denen der Heteros gleichen: zwei drahtige, kurzhaarige, Flaschenbier trinkende, coole Typen buhlen um eine Langhaarige mit sehr weiblichen Rundungen, die beim Dart das *Dummchen* spielt und planlos die Pfeile auf die Scheibe wirft).Draussen ist es inzwischen genau so neblig wie in unseren Koepfen und wir machen auf unserem Rueckweg zum Motel noch einen Umweg ueber den in diesem Nebel seltsam und surreal erscheinenden, menschenleeren Sunset Blvd.
CCurrently playing in the background: Troggs - Strange Movie
Verfasst um 11:49 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 07:54 Uhr in Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Ich befinde mich spaet abends auf dem Hollywood Blvd. in Los Angeles unweit meines Motels. Die Atmosphaere ist hier anders als in San Francisco, rauher, *schmutziger*. Soeben habe ich in den falschen Bus genommen und bin in irgendeiner Seitenstrasse wieder ausgestiegen. Dort hatte ich schon das Gefuehl, wachsam sein zu muessen, wer sonst noch mit einem die Strasse teilt.
Ich liege uebrigens mehr auf dem Hollywood Blvd. als dass ich gehe. Nicht, dass ich sturzbetrunken bin; nein, ich habe gestern und heute keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Liegend habe ich einfach die beste Position, die hier ab und zu auftauchenden aeusserst fotogenen *kleinen Maenner* zu fotografieren.
Aus einem spaerlich erleuchteten Gebaeude dringt auf einmal droehnender Death Metal. Ein 'Open' Zeichen leuchtet, ich stehe auf und ich gehe hinein. Folgendes Szenerio empfaengt mich (empfindliche Gemueter Vorsicht: iPhone Qualitaet):
Soso. Tribute an GG Allin, der nackt auftrat, auf die Buehne kackte, sich mit seinen Faekalien einschmierte, masturbierte, sich selbst verletzte und das Publikum beschinpfte und seltsamerweise immer noch das Idol von eingen Zeitgenossen ist (*der einzig wahre Punkrocker*) und der uebrigens Hank Williams verehrte und einmal zu dessen Grab pilgerte, gepaart mit Death. Was hat es damit auf sich?
Ich bin im 'Museum Of Death' gelandet. Der Mensch an der Kasse ist total nett, lacht viel und wir kommen sofort miteinander ins Gespraech. Er heisst James Dean (ja wirklich, er zeigt mir sogar seine Driver's License) und wir unterhalten uns ueber die Kreuzung mitten im Nirgendwo, an der das Idol sich zu Tode gefahren hat. Wir beide sind schon einmal zufaellig an diesem Ort in Kalifornien vorbei gekommen.
Das Museum ist fuer mich wirklich harter Tobak:
Recently reopened at it's NEW location the Museum of Death houses the worlds largest collection of Serial Murderer Artwork, Photos of the Charles Manson Crime Scenes, the Guillotined Severed Head of the Blue Beard of Paris, Henri Landru, Original Crime Scene and Morgue Photos from the Grisly BLACK DAHLIA MURDERS, a Body Bag and Coffin collection, replicas of Full Size Execution Devices, Mortician and Autopsy Instruments, Pet Death Taxidermy, and much much more!
Also on display are videos of autopsies and serial killers, the Heaven's Gate Cult recruiting video, and the infamous Traces (not faces) of Death video, all real (not re-enacted) Death footage.Massenweise Fotos von zerstueckelten und verbrannten Unfall- und Mordopfern, Serial Killer Memorabilia, eine kleine Abteilung ueber Hitler und die SS mit einem T-Shirt *Hitler World Tour 1939 - 1945 (Russia and England cancelled)*. Charles Manson darf natuerlich auch nicht fehlen. In einem Raum mit Waenden voller Bilder von zerstueckelten Leichen laeuft ein Video eines 1975 produzierten Films mit vielen Originalaufnahmen aus Manson's *Family* sowie Interviews ehemaliger Familienmitglieder sowie Zellengenossen Manson's. Ganz interessant. In einem anderen Raum wird auf einer Grossleinwand *Faces Of Death* gezeigt. Das kann ich mir nun wirklich nicht lange anschauen und moechte es auch nicht beschreiben.
Eine Tinktur zur Einbalsamierung wird u.a. mit den Worten angepriesen: ...the result is as exquisit as Dresden. James Dean klaert mich hinterher auf, dass es einen Hersteller von Porzellanpuppen gab oder gibt, der *Dresden* heisst und mit deren Transparenz und Zartheit die Wirkung dieser Einbalsamierungssalbe verglichen wird.
Eine kleine Abteilung ist *Rozz Williams* gewidmet, dem Mitbegruender und Saenger von *Christian Death*, einer meiner ehemaligen Leib- und Magen Bands, den ich in Duesseldorf live erleben durfte. Konsequenterweise zu seinen todessehnsuechtigen Texten und Performances erhaengte er sich irgendwann und das Museum zeigt ein Bild der Tuer des Raumes, in dem es passierte.
Es kommen natuerlich auch alle moeglichen Suicid Kulte und -Sekten vor wie z.B. Jim Jones und es werden Rekrutierungsvideos dieser Organisationen gezeigt.
(A propos Sekte. In diesem Zusammenhang faellt mir ein, dass die Scientologen hier auf dem Hollywood Blvd. wohl ihr Hauptquartier haben. Mehrere Riesengebaeude mit ueberdimensionaler Werbung sind nicht zu uebersehen und auch die zum Menschenfang benutzten sog. Stresstests werden auf dem Buergersteig angeboten. Widerlich!)
Am Ausgang unterhalte ich mich noch einige Zeit mit James Dean sowie seiner Frau Cathy, den Initiatoren und Besitzern des Museums. Beide trinken Flaschenbier (er Heineken, sie Guiness), sind wirklich gut drauf, lebenslustig und lachen viel. Sie haben zu Halloween geheiratet, als sie sich gerade eine Woche kannten und sind jetzt seit 26 Jahren verheiratet (und immer noch gluecklich, wie es fuer mich den Anschein hat).
Vor etlichen Jahren haben sie gemeinsam Deutschland bereist. Auf James Dean scheinen die Kartoffelpuffer auf der Plattform vor dem Haupteingang des Koelner Hauptbahnhofs den groessten Eindruck gemacht zu haben. Je laenger wir uns unterhalten und je mehr sie merken, dass ich nicht unbedingt ein typischer Deutscher bin, ruecken sie langsam mit ihren wahren Eindruecken ueber Deutschland heraus. Es habe genervt, dass die Deutschen mit ihnen permanent ueber Politik diskutieren wollten (es war zur Zeit der Reagan Aera) und sie meinen, die meisten Deutschen haetten ein ziemlich einseitiges und engstirniges Weltbild. Sie seien nicht unbedingt dumm, jedoch sie wollten einfach nicht nach rechts und links schauen. ich stimme ihnen voll zu. jetzt dreht sich das Gespraech doch ganz zwanglos um Politik. James Dean meint, er halte zwar grundsaetzlich nicht viel von Politikern, gehe jedoch waehlen und waehle *natuerlich* demokratisch. Als ich erwaehne, dass bei der letzten Wahl *John McCain* mein Favorit gewesen sei, meint er, ja, McCain sei zwar ein Republikaner, jedoch ein *guter Mann*.
(Das habe ich uebrigens hier schon oft erlebt, dass eingefleischte Demokraten, Freaks o.ae. Menschen McCain ok finden, da sie sehr wohl differenzieren und seine liberalen Ansichten in sozialen und religioesen Fragen zur Kenntnis nehmen. Ganz im Gegensatz zu den Deutschen, die Obama den Heiligenschein aufsetzen und McCain als Nachfolger des Satans Bush verteufeln, ohne auch nur ein klitzekleines Quentchen von McCains programmatischen Inhalten zu kennen. Den Heiligenschein wird Obama in Deutschland auch nicht wieder los, da koennen in den USA seine Umfragewerte noch so in den Keller gehen und er kann aussenpolitisch noch so viele Fehler machen. Dazu passt wie die Faust aufs Auge, dass er den Friedensnobelpreis fuer *Geschwafel* ohne eine einzige vorzeigbare Leistung oder einen Erfolg bekommen hat.)
Unter normalen Umstaenden haette ich mir ein Museum of Death nicht angeschaut. Jedoch die Kombination von ploetzlich erschallendem Death Metal, waehrend man *kleine Maenner* fotografierend auf dem Boden liegt, einer Begruessung durch 2 ganz liebe Hunde sowie einem netten, offenen, lebenslustigen Inhaberpaerchen machte das Ganze zu einem schoenen Erlebnis.
James Dean und Cathy sind keine morbiden, todessehnsuechtigen Zeitgenossen, sondern haben einfach Spass daran, die Menschen zu schocken und zu provozieren. Da hatte ich bei der *Koerperwelten* Ausstellung damals in Koeln ein ganz anderes Gefuehl. Mir war die ganze Zeit unbehaglich und ich habe die Ausstellung zusammen mit meiner Begleiterin schnell wieder verlassen, der es genau so erging. Der Herr vom Hagen macht auf mich auch eher einen suspekten Eindruck. Er hat wirklich etwas unsympathisch Morbides.
Currently playing in the background: Rozz Williams - Dream A Little Dream Of Me
Verfasst um 06:58 Uhr in Kultur, Reisen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Zwischendurch wieder ein Beitrag aus der Rubrik *Wehret den Anfaengen*.
Paul Nellen schlaegt auf der *Achse des Guten* sehr schoen den Bogen von den *Scherben*, einer meiner ehemaligen Leib- und Magen-Bands, zu einer aktuellen *Niedertracht*, vertreten durch den Bueroleiter der ehemaligen Managerin eben dieser Polit-Rock-Band.
(...)
Nach Erscheinen ihres neuen Buches “Der Islam braucht eine sexuelle
Revolution” ist die streitbare Frauenrechtlerin aufgrund von anonymen
Morddrohungen im vergangenen Monat untergetaucht. Roths Büroleiter, der
den früheren Lieblingssong seiner Chefin vermutlich nicht mal vom
Hörensagen kennt, heißt Ali Mahdjoubi und ist Claudias Schreibapparat
zwischen ihren TV-Auftritten. Der hat für die türkischstämmige Ates,
wie ein gestern bekannt gewordener Brief Mahdjoubis zeigt, nur kalte
Verachtung übrig. Ates hat die Grünen immer wieder heftig wegen deren
“Multikulti-Irrtum” kritisiert. Eigentlich ein Grund, sich über
Differenzen hinweg jetzt solidarisch mit ihr zu zeigen. Doch die grüne
Parteispitze schweigt und, bis auf wenige Ausnahmen, die Partei als
ganzes. Bis zur Stunde gibt es kein Wort der Anteilnahme für Ates,
keine öffentliche Verurteilung der Drohung.
(...)
“Im Vorfeld bzw. kurz nach dem Erscheinen eines neuen Buchs (liegt) die
Vermutung nahe, dass Skandalisierungen gut für den Absatz von Büchern
und für persönliche Publizität sind. Dass es also mehr um Profit geht
als um ein ernstes Interesse an der Sache.” Das ist so naheliegend wie
die Annahme, dass Salman Rushdie selbst für die Fatwa gegen sich
gesorgt hat, um den Absatz der “Satanischen Verse” zu befördern.
(...)
> Paul Nellen: Gruen ist die Niedertracht
Currently playing in the background: International Harvester - Ho Chi Minh
Verfasst um 03:41 Uhr in Politik, Wehret den Anfaengen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
